Dialektisch Behaviorale Therapie
Die Dialektisch- Behaviorale Therapie (DBT) wurde in den achziger Jahren von M. Linehahn als störungsspezifisches Konzept zur Behandlung chronisch suizidaler PatientInnen mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung entwickelt. Grundlage ist die kognitive Verhaltenstherapie. Dabei sind die wesentlichen Unterschiede zur herkömmlichen kognitiven Verhaltenstherapie die Betonung von Akzeptanz und Validierung eines momentan auftretenden Verhaltens, die schwerpunktmäßige Behandlung von Verhaltensweisen, die die Therapie gefährden, die wesentliche Betonung der Bedeutung der therapeutischen Beziehung und die Betonung von dialektischen Prozessen.
Die DBT besteht aus 4 Bausteinen:
- Einzeltherapie
- Fertigkeitentraining in der Gruppe
- Telefonkontakt mit dem Therapeuten im Notfall
- Regelmäßige Intervision der Therapeuten.
Das Fertigkeitentrainig findet in kleinen Gruppen von 4-6 Personen in der Praxis statt. "Das Fertigkeitentraining ist der Ton, aus dem der Therapeut und die Patientin eine Figur modellieren können." (Linehan). Damit ist gemeint, dass die in der Gruppe erlernten Fertigkeiten mit Hilfe von Verhaltensanalysen in Handlungspläne eingearbeitet und zu einem sinnvollen Ganzen verbunden werden.