Traumatherapie

Auch wenn Traumafolgestörungen wie die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) als sehr komplexe Störungen erscheinen und mit zahlreichen sehr unterschiedlichen Symptomen ein her gehen, ist eine erfolgreiche Therapie heute sehr gut möglich. Neben Methoden aus der Verhaltenstherapie, speziell der kognitiven VT findet EMDR bei der Behandlung von Traumafolgestörungen immer mehr Anwendung.

Methoden der Verhaltenstherapie

Exposition in sensu (in der Vorstellung)

Ein wichtiger Ansatzpunkt in der Therapie liegt darin, die Erinnerungen zu ordnen und zu bewältigen. Dies geschieht durch kontrolliertes Wiedererinnern des traumatischen Ereignisses z. B. in der Vorstellung oder auch durch schriftliches Abfassen eines detaillierten Ablaufprotokolls der Ereignisse.

Kognitive Therapie

Das Erlebnis und seine Konsequenzen führen oft dazu, anders über sich selbst, die Welt und seine Zukunft zu denken. Diese veränderten und häufig ungünstigen Gedanken und Bewertungen sind ein weiterer Ansatzpunkt der Traumatherpie.

Exposition in vivo

Häufig vermeiden Menschen bestimmte Orte, die mit dem Ereignis in Verbindung stehen. Da diese Strategien nicht wirklich helfen, ist ein weiterer Ansatzpunkt der Therapie, diese Orte gemeinsam mit dem Therapeuten aufzusuchen und die Ängste abzubauen.

Problemlösen und Zukunftsorientierung

Häufig hat man nach einem traumatischen Erlebnis wichtige Teile seines Lebens aufgegeben. Im Rahmen der Therapie lernen sie, sich gegebenen falls wieder neu zu orientieren und ihr Leben wieder auf Gegenwart und Zukunft aus zu richten.

EMDR

Eye Movement Desensitisation and Reprocessing, kurz EMDR, ist eine von Francis Shapiro in den 90er Jahren entwickelte Behandlungsmethode zur Verarbeitung von traumatisch erlebten Erinnerungen. Beim EMDR regt der Therapeut den Patienten zu bestimmten Augenbewegungen an, wodurch es möglich wird, unverarbeitete, traumatische Erinnerungen in Form von Bildern, Gefühlen und Körperempfindungen zu verarbeiten. EMDR ist keine eigenständige Therapiemethode, sondern wird in der Therapie in das Behandlungskonzept integriert.

Stabilisierung

Die Stabilisierung hat in der  Traumabehandlung einen sehr großen Stellenwert. Hierbei ist die Sicherheit des Patienten gemeint. Sowohl was die äußere Sicherheit angeht, hiermit ist das Ende der Bedrohung und das Eingebundensein in stabile Beziehungen gemeint. Es kann aber auch die Abwesenheit von anderen, schweren Erkrankungen bedeuten.

Ist dies nicht der Fall, d. h. befindet sich der Patient nicht in einer stabilen Situation ist das Erreichen dieser Sicherheit in der Therapie das vorrangige Ziel.

Zu Beginn der Therapie wird daher eine ausführliche Anamnese und Diagnostik erhoben und das Ergebnis der Untersuchungen ausführlich mit Ihnen besprochen. Sie werden ausführlich über die möglichen gesundheitlichen Folgen einer Traumatisierung informiert. Erst im Anschluss  daran können die Therapieziele festgelegt und das weitere Vorgehen ( Wahl der therapeutischen Methoden) mit Ihnen gemeinsam besprochen werden.

 

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